Häufig gestellte Fragen

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Erleichtert Open Access nicht das Plagiieren?

Im Gegenteil - die freie Online-Zugänglichkeit führt dazu, dass Plagiate sofort erkannt werden können, darauf beruht auch die Wirkungsweise von Plagiatssoftware. Open Access ist daher mit Abstand die wirkungsvollste Strategie gegen Plagiate.

Warum sollte ich überhaupt Open Access publizieren?

Ihre Artikel werden einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht und die Effizienz der Verbreitung erhöht. Open Access führt zu schnellerer Veröffentlichung und größerer Sichtbarkeit. Open Access Publikationen erscheinen nach Einreichen des Manuskripts in der Regel schneller als konventionelle Publikationen, da die redaktionelle Bearbeitung durchgängig online erfolgt und Druck- und Lieferzeiten entfallen.

Finden meine Kollegen meine Aufsätze noch, wenn sie nicht in den gängigen Zeitschriften publiziert sind?

Alle Beiträge sind über die gängigen Suchmaschinen auffindbar. Auch bei PubMed sind alle thematisch einschlägigen Artikel gelistet. In der SienceDirect-Datenbank des Verlages Elsevier sind Open Access Artikel von BioMed Central u.a. Open Access Anbietern allerdings nicht gelistet.

Haben alle Open Access Zeitschriften ein Peer-Review-Verfahren?

Hochwertige Open Access Zeitschriften sind grundsätzlich peer reviewed. Aus dem Fonds Open Access Publizieren der FAU werden grundsätzlich nur Publikationen in hochwertigen Open Access Zeitschriften gefördert.

Informationen über die Auswahl der Reviewer finden Sie auf den Webseiten der Anbieter, z.B.:
http://www.biomedcentral.com/about/peerreview
http://publications.copernicus.org/services/public_peer_review.html

Sind Open Access Verlage nicht Nischenverlage, die nur wenig publizieren?

Nein. PLoS One hat seine Artikelzahl (knapp 14.000 im Jahr 2011) gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. BioMed Central hat mit 227 Journalen eine ähnlich hohe Zahl erreicht.

Neben den bekannten Open Access Verlagen beginnen auch internationale Großverlage und Fachgesellschaften, selbst Open Access Zeitschriften zu gründen. Darunter befinden sich die Verlage Elsevier, Wiley-Blackwell, Sage, Springer, Royal Society Publishing, Taylor & Francis, Nature Publishing Group oder American Physical Society.

Wie hoch sind die Ablehnungsquoten von Open Access Zeitschriften?

BioMedCentral: ca. 40%, PLoS: ca. 50%

Können Open Access publizierte Artikel anschließend auch in herkömmlichen Zeitschriften eingereicht werden?

Grundsätzlich ja, wenn der Veröffentlichungsvertrag entsprechend angepasst wird. An die Zeitschrift kann nur noch ein einfaches (nicht das ausschließliche) Nutzungsrecht übertragen werden.

Ist Open Access so etwas wie eine CC-Lizenz, mit der ich meine Daten kontrolliert und unkompliziert veröffentlichen kann?

Ja – bei Open Access geht es genau darum. Man soll Volltexte lesen, herunterladen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen, auf sie verweisen und sie auch sonst auf jede denkbare legale Weise benutzen können, ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren. In allen Fragen des Wiederabdrucks, der Verteilung und des Copyright steht im Vordergrund, dass die jeweiligen Autorinnen und Autoren die Kontrolle über ihre intellektuelle Arbeit behalten und ihr Recht sichern, dass ihre Arbeit angemessen anerkannt und zitiert wird. (siehe Budapester Open Access Initiative BOAI). Hochwertige Open Access Zeitschriften von BioMed Central oder PLoS arbeiten mit der Creative Commons Attribution License (CC-BY).

Welche Unterstützung gibt es für Open Access Autoren bei der Wahrung ihrer Rechte (z.B. bei widerrechtlicher Verwendung von Bildern oder Daten)?

Open Access Verlage schützen selbst ihre Nutzungsrechte, die sie vorher umfänglich dem Autor abgekauft haben. Bitte konsultieren Sie auch die Copyright policy der Verlage!

Wie werden Open Access Publikationen zitiert?

Name, Vorname: Titel. URL (Abfragedatum) wie alle anderen Internetquellen

Werden nicht mit den billigen Open Access Zeitschriften die hochwertigen traditionsreichen Zeitschriften kaputt gemacht?

Das Vorurteil des "billigen Open Access Verlages" ist längst überholt. Wie bereits dargestellt beteiligen sich auch große Wissenschaftsverlage an der stärker werdenden Open Access Bewegung. Und im Unterschied zum bisherigen Modell gewinnt es an Hochwertigkeit; da die Wissenschaftsverlage unterklassige Zeitschriften nicht mehr im Paket mit hochwertigen an Bibliotheken verkaufen.

Sind meine Publikationen auf den Servern der Open Access Verlage überhaupt sicher, es gibt ja keine Druckexemplare, die die Bibliotheken archivieren?

BioMed Central und PLoS archivieren langfristig, auch über die Lebensdauer einer konkreten Zeitschrift hinaus. Die Universitätsbibliothek archiviert alle geförderten Beiträge zusätzlich dauerhaft auf ihrem OPUS-Server.

 

Welche Impact-Faktoren haben Open Access Zeitschriften?

Die folgenden Links sind zum größten Teil nur innerhalb des FAU-Netzes erreichbar!
http://www.biomedcentral.com/about/faq/impactfactor#jif
http://www.scopus.com/inward/sourceEval.url?sourceIDs=10600153309&selfCiteExclude=n&partnerID=gA32Gvr3&md5=472a523665f4d727071eb071e5f8dfc5

Mehr zum Thema:

http://open-access.net/de/allgemeines/gruende_und_vorbehalte/gruende_fuer_oa/